Wohnanlage im Prinz-Karl-Viertel, Augsburg

Die neugeplanten 6 Baukörper greifen die bisherige Typologie des Bebauungsplanes auf (fußläufige
Anbindung an den Park, Ausrichtung der Baukörper in Nord-Südrichtung, etc.)

1. Tiefgaragenabfahrt:
Es wird jeweils eine gemeinsame Tiefgaragenabfahrt zwischen den ersten beiden Baukörpern im Süden bzw. im Norden des Prinz-Karl-Weges vorgesehen.


2. Verkehrsführung:
Es werden im Prinz-Karl-Weg "Stöpsel" nördlich bzw. südlich am Kreuzungspunkt zur Verbindungsachse Denkmal im Park / Hochfeldstraße zur Unterbindung von Durchgangsverkehr errichtet. Die Anlieferung direkt an die Wohngebäude wird hierdurch gewährleistet.

3. Gebäudeanordnung:
Die Baukörper werden in ihrer Länge auf bis zu 32,5 m verkürzt. Hierdurch wird eine stärkere Querdurchsicht des Quartiers ermöglicht und gleichzeitig eine größere Anzahl von attraktiven Eckwohneinheiten erzielt. Die Gebäude sind 12,0 m breit und stehen in einem Abstand von 19,0 m Meter zueinander. Dieser Abstand wird nur im Bereich des Treppenhases bzw. Terrassen/Balkone unterschritten .

4. Geschoßhöhen:
Die Gebäudezeile zum Park hat 3 Vollgeschosse zzgl. eines Penthausgeschosses. Die Gebäudezeile zum Prinz-Karl-Weg hat ebenfalls3 Vollgeschosse zzgl. eines Penthausgeschosses. Die Penthausgeschossse sind im Westen um 2,50 m und im Norden bzw. Süden um 1,0 m zurückgesetzt.
Dadurch werden die vorhandenen Gebäudehöhen des Bismarckviertels und des Hochfeldes aufgenommen und eine abgesimmte Höhenstaffelung zu den beiden dominanten Kopfbauten der ehemaligen Kaserne (Prinz-Karl-Palais) geschaffen.

5. Ausrichtung der Gebäude:
Sämtliche Wohnbereiche der Gebäude sind nach Westen ausgerichtet, um eine störende Einsichtnahme der privaten Wohnräume durch die direkt gegenüberliegenden Wohnungen zu vermeiden.

6. Feuerwehrzufahrt:
Die bisher geplante Feuerwehrzufahrt zwischen dem Park und der privaten Grünfläche stellt eine starke Zäsur dar und verhindert eine Vernetzung der Grünflächen. Durch die Ausrichtung der Wohnräume nach Westen würde so ein direkter Anschluss der privaten Grünflächen an den Park verhindert. Durch die Ausrichtung der Gebäude nach Westen ist damit zu rechnen, daß auch im privaten Garten die Anpflanzung von Hecken vorgenommen wird. Dies würde zu einem uneinsehbaren Weg zwischen privater und öffentlicher Hecke führen. Dies ist aus Sicherheitsüberlegungen für die Anwohner abzulehnen. Zudem würde dieser Weg einen erhöhten Unterhaltsaufwand erfordern, um ein gepflegtes Erscheinungsbild zu gewährleisten. Deshalb wird vorgeschlagen, daß die Feuerwehrzufahrt auf die Westseite der bestehenden Hecke verlegt wird. Die Feuerwehrzufahrt wird in Schotterrassen ausgeführt, so daß optisch kein Unterschied zur übrigen Wiesenfläche des Prinz-Karl-Parks zu erkennen ist und die bisher geplante versiegelte Fläche entfällt.