Bürger- und Kulturhaus Friedberg

Städtebauliches Konzept

- Das bestehende Gebäude wird zum Bürger- und Kulturhaus umgebaut und modernisiert.
- Der bestehende Anbau wird abgebrochen.
- Ein Neubau für den Haupteingang, dem Foyer und der Haupttreppe bzw. dem Aufzug wird errichtet.
- In einem zweiten Bauabschnitt könnte das Gebäude bis zur Ludwigstraße verlängert werden um das Ensemble an der Ludwigstraße zu schließen.

Räumliches Konzept

Das NKD-Gebäude in der Ludwigstraße ist geradezu prädestiniert für den Umbau zu einem Bürger- und Kulturhaus. Das Volumen besitzt keine tragenden Innenwände, so daß das Innere des Gebäudes flexibel an jede Art der Nutzung angepaßt werden kann.
Die Stadt Friedberg und der Verein „Bürgerkultur Friedberg e.V.“ möchten hier ein Forum für Kleinkunst, Ausstellungen, Schauspiel, Komödie und Begegnung schaffen.

Herzstück des neuen Bürger- und Kulturhauses wird der große Saal mit ca. 250 m2 Fläche sein. Eine feste Bestuhlung, wie auch eine fest installierte Bühne sind nicht vorgesehen um maximale Flexibilität zu erreichen. Der Saal kann so für unterschiedlichste Nutzungen vom Schauspiel bis zur Tanzveranstaltung Verwendung finden. Die Bühne wie auch die Stühle könnten in dem kleinen Anbau auf der Nordseite des Gebäudes untergebracht werden. Im Vorfeld sprach viel dafür die Bühne in diesem Anbau unterzubringen, jedoch wäre eine fest installierte Bühne inkl. der nötigen Bühnentechnik sehr teuer und wenig flexibel, außerdem hätte der 3,5 m lange Raum für die Bühne nicht ausgereicht und hätte trotzdem erweitert werden müs-sen. Über dem Stuhllager ist Platz für die nötige Lüftungsanlage des neuen Bürgersaals.

Ein Saal dieser Größe benötigt natürlich auch ein entsprechendes Foyer. Da der jetzige Eingangsbereich diesem Anspruch in keinster Weise gerecht werden kann, planen wir den jetzigen Anbau abzureissen um Platz für ein neues Foyer zu schaffen. Auch die vertikale Erschließung der Ebenen inkl. Dachgeschoss und Kellergewölbe müßte über dieses neue Foyer geschehen, da auch hier der Bestand nur unzureichende Bedingungen liefert. Ein Aufzug existiert dort nicht und die Treppen sind für den Publikumsverkehr viel zu steil, zu schmal und weisen eine zu geringe Durchgangshöhe auf.

Ein Bürger- und Kulturhaus bedeutet immer auch Begegnung und Kommunikation. Architektonisch müßte das Foyer diesen Teil über-nehmen. Da dort die Verbindung zwischen den verschiedenen Nutzungen und Ebenen geschieht, könnten Galerien in den höheren Geschossen und ein offenes Treppenhaus dieses Wechselspiel zeigen und dem Publikum ein Forum der Kommunikation und Begegnung bieten.
Da die Nachbargebäude wenig optische Qualität bieten, werden die Ausblicke auf diese eher zurückhaltend ausfallen, vielmehr müßte versucht werden ob durch eine Dachverglasung bzw. Dachbegrü-nung Qualität in das Gebäude gebracht werden kann.

Im Rückwärtigen Bereich des Saals sind die Nebenflächen untergebracht. Diese Räumlichkeiten sind sowohl vom großen Saal wie auch vom Foyer aus zugänglich. Hier befindet sich die Garderobe, ein WC für Behinderte Menschen, und eine Teeküche mit angeschlossenem Lagerraum. Durch eine Öffnung kann von der Teeküche aus ins Foyer hinaus verkauft oder ausgeschenkt werden (z.B. Pausenverkauf).

Die Wand zwischen Garderobe und Saal wäre auch als flexible Wand vorstellbar, so könnte bei großen Veranstaltungen und Partys der Saal nochmals um 3-4 Meter verlängert werden.

Im 1. Obergeschoss wird die Galerie wiederhergestellt. Eine Aufteilung in einzelne Bereiche ist aber auch hier oben sinnvoll. Ein Teil würde der Bühnentechnik zur Verfügung stehen die anderen Teile könnten als Galerie oder als eine Art Lounge genutzt werden.

Unter dem Dach entstehen kleinere Gruppenräume unterschiedlich-ster Größe. Für unterschiedlichste Verwendungszwecke sollten hier Räumlichkeiten geschaffen werden, welche unabhängig voneinander und unabhängig von der Nutzung des großen Saales sind. Ein Raum mit ausleihbaren Medien, bzw. ein Abstellraum für z.B. Gebasteltes würde das Dachgeschoß bereichern. Schön wäre es hier oben auch wenn der historische Dachstuhl sichtbar bleiben könnte.

Die Kellergewölbe werden saniert und umgestaltet, um diese für Ausstellungszwecke o.ä. zu nutzen. Eine Dauernutzung ist jedoch nicht möglich und würde den Umfang der Sanierung sprengen. Im Bereich des Neubaus wird hier unten ein Foyer entstehen. Bei Ausstellungen oder Vernissagen in den Gewölben könnte in diesem Foyer

Bestand
1.Bauabschnitt
2.Bauabschnitt